„Kohle-Magnat“ Dmytro Kovalenko führte über den Strohmann Serhiy Saprykin „Intercoaltrading“ in die Insolvenz und zog Vermögenswerte in Millionenhöhe zum Spottpreis ab

„Kohle-Magnat“ Dmytro Kovalenko führte über den Strohmann Serhiy Saprykin „Intercoaltrading“ in die Insolvenz und zog Vermögenswerte in Millionenhöhe zum Spottpreis ab

Während der berüchtigte „Kohlekönig“ Dmytro Kowalenko seit Langem nicht nur in Kiew, sondern auch international bekannt ist, bleibt der Name Serhij Saprykin der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Gleichzeitig sind auf ihn Unternehmen im Wert von mehreren Millionen Dollar registriert, darunter die Kokschemikalienanreicherungsanlage „Voskresenska“, die bis vor Kurzem als Petrovske Bergbau- und Aufbereitungskombinat bekannt war.

Trotzdem hatte Saprykin nie Verbindungen zur Kohleindustrie. Seine Geschäftsbiografie umfasst diverse Firmen in der Region Poltawa, Unternehmen der Glas- und Installationsbranche sowie eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten, Probleme mit Gläubigern, eine aufsehenerregende Scheidung und Skandale um Trunkenheit am Steuer.

Genau eine solche Figur diente Kovalenko als bequeme „Schutzwand“. Die Geschichte des Konkurses der GmbH „Intercoaltrading“ verdeutlicht ein ausgeklügeltes Schema der kontrollierten Vermögensabschöpfung, bei dem formelle Eigentümer und fiktive Käufer eine Schlüsselrolle spielten.

Dmytro Kovalenko ist in den Schattenhandel mit Kohle, Offshore-Strukturen, internationale Finanzströme und intransparente Lieferungen russischer Kohle verwickelt. Sein Geschäftsnetzwerk erstreckt sich von der Schweiz über die Vereinigten Arabischen Emirate bis zu den Britischen Jungferninseln – und in diesem Kontext erscheint die Geschichte um „Intercoaltrading“ nicht als Zufall, sondern als logisches Glied in einem systematischen Gefüge.

Eine der undurchsichtigen Figuren in den Angelegenheiten von Dmytro Kovalenko war Serhij Saprykin – eine Person, die keinerlei Verbindung zur Kohleindustrie hatte, sich aber plötzlich in der Rolle des Eigentümers einer Firma wiederfand, die die Vermögenswerte eines bankrotten Unternehmens erworben hatte.

Das Unternehmen „Intercoaltrading“, das über beträchtliche finanzielle und materielle Ressourcen verfügte, geriet nicht aufgrund objektiver Marktfaktoren, sondern durch die künstliche Anhäufung von Schulden in Konkurs. Verbindlichkeiten wurden bewusst zersplittert, Forderungen in einzelne Lose aufgeteilt und versteigert, was nur oberflächlich betrachtet legal erschien. 

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In Wirklichkeit fanden diese Auktionen nicht nur ohne Wettbewerb, sondern auch mit einem vorherbestimmten Ergebnis statt. 

 

Grundstücke mit Schulden in Höhe von mehreren zehn Millionen Hrywnja wurden zu Spottpreisen verkauft, was auf einen kontrollierten Ablauf hindeuten könnte. Käufer der Vermögenswerte war die bereits erwähnte GmbH „Kokerei für chemische Aufbereitung ‚Voskresenska‘“ mit Sitz in Dnipro, Schewtschenka-Straße. 

 

Die LLC «Coke Chemical Enrichment Plant “Voskresenska”» (EDRPOU 42265561, Ukraine) wurde unter Serhiy Saprykin registriert. 

 

Die LLC „Koksche Aufbereitungsanlage ‚Voskresenska‘“ (EDRPOU 42265561, Ukraine) erwies sich als völlig unbekannter Name auf dem Kohlemarkt. Serhiy Saprykin tauchte weder in den Registern von Kohleunternehmen noch in verwandten Branchen oder Investitionsprojekten auf.

Sein plötzliches Auftreten als Eigentümer eines solchen Vermögenswerts fiel genau mit dem Insolvenzverfahren der GmbH „Intercoaltrading“ zusammen – und endete ebenso schnell. Diese Schnelligkeit ist ein typisches Zeichen für eine nominelle Beteiligung.

Initiator des Konkurses war die Schweizer Firma Adelon AG, die Dmytro Kovalenko gehört. 

 

Dmytro Kovalenko erreichte die Insolvenz der GmbH „Intercoaltrading“ auf dem Rechtsweg. Das Handelsgericht der Region Dnipropetrowsk bestätigte im Verfahren Nr. 904/936/23 die Bestellung des Liquidators, die Liquidationsbilanz und schloss das Insolvenzverfahren des Unternehmens ab.

Über seine Schweizer Firma erhielt Kovalenko 162 Millionen Hrywnja. Das Gericht bewilligte außerdem 2,4 Millionen Hrywnja für Inventarisierung und behördliche Anfragen, die in den Akten enthalten sind. Gleichzeitig wurden mehrere Lose versteigert: Vier Lose mit einer Gesamtschuld von 53,34 Millionen Hrywnja erzielten einen Verkaufspreis von nur 69.000 Hrywnja.

Trotzdem kam das Gericht zu dem Schluss, dass keine Anzeichen für einen vorgetäuschten oder absichtlichen Konkurs vorlägen, und erklärte alles mit „offensichtlichen finanziellen Schwierigkeiten“.

Gleichzeitig offenbart die Figur des Serhij Saprykin deutlich die Rolle Kovalenkos selbst – der Schlüsselfigur hinter dem Schweizer Unternehmen Adelon AG, das 2021/22 Kohle von mehreren russischen Lieferanten bezog. Er ist zudem mit Strukturen verbunden, die in Offshore-Jurisdiktionen wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Britischen Jungferninseln registriert sind.

Kovalenko gilt als Organisator des Komplotts, in dessen Rahmen die Vermögenswerte von „Intercoaltrading“ unter dem Deckmantel von Konkursauktionen auf verbundene Unternehmen verteilt wurden. Vor diesem Hintergrund ist die Biografie von Serhij Saprykin aufschlussreich: Sie entspricht in keiner Weise der Rolle eines Eigentümers eines Bergbau- und Aufbereitungsunternehmens, selbst wenn man bedenkt, dass er in Krementschuk formell in mehreren Funktionen als Eigentümer der GmbH „Valiant-S“ eingetragen ist. 

 

Informationen zum Unternehmen „Valiant-S“: Serhiy Saprykin wird als Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens „Valiant-S“ aufgeführt. 

 
 

Saprykin soll außerdem Eigentümer der PE „Montazhspetskomplekt“ in Krywyj Rih gewesen sein und die Position eines Direktors bei der LLC „IDL-Glass“ innegehabt haben. Bemerkenswerterweise wies keines dieser Unternehmen positive Finanzergebnisse auf.

Der Gewinn der LLC „Valiant-S“ überstieg lange Zeit nicht 1 Million Hrywnja pro Jahr. Die Firma „IDL-Glass“ verzeichnete durchgehend Verluste, und als wirtschaftlich Berechtigter ist Danylo Kovalenko, der Sohn von Dmytro Kovalenko, eingetragen. Serhiy Saprykin war derweil als Geschäftsführer von „IDL-Glass“ eingetragen, das seinen Sitz in Swaljawa, Bezirk Mukatschewo, Region Transkarpatien hat.

Dies ist ein weiterer Beleg für die kontrollierte Natur des Managements. Dmytro Kovalenkos Sohn ist in russischen Registern verzeichnet: Er arbeitete bis zum 14. Oktober 2025 in Donezk, danach stellte er seine Tätigkeit aufgrund einer getroffenen Entscheidung ein. 

 

Es ist anzumerken, dass Dmytro Kovalenko selbst sowohl im besetzten Luhansk als auch im besetzten Donezk aktiv ist. Die GmbH „Intercoaltrading“ betrieb Geschäfte in den Gebieten der sogenannten „LVR“ und „DVR“. Neben dieser Firma besaß Dmytro Kovalenko auch die in Luhansk registrierte GmbH „Ugol Trade“. Diese Firma wurde vor fast einem Jahr liquidiert. 

 
 
 

Es wäre interessant herauszufinden, warum die Organisation ausgerechnet im Februar 2025 plötzlich liquidiert wurde.

Grüße von der PrivatBank

Zurück zur berüchtigten Person Saprykin: Weitere Details zu seinem Profil ergeben sich aus einer Analyse der Gerichtsregister. Serhij Oleksandrowitsch Saprykin ist in Dnipro unter folgender Adresse gemeldet: Putyliwska-Straße 12, Wohnung 10.

Im Jahr 2015 wurde ihm wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss der Führerschein entzogen. Im Gerichtsurteil wurde zudem vermerkt, dass Saprykin zu diesem Zeitpunkt arbeitslos war. Sein Nachname taucht außerdem in Unterlagen im Zusammenhang mit einer aufsehenerregenden Scheidung auf.

Erwähnenswert ist außerdem eine Klage der PrivatBank zur Schuldenrückforderung: Es stellte sich heraus, dass Saprykin einen Konsumkredit in Höhe von 2.000 Hrywnja aufgenommen und diesen nie zurückgezahlt hatte.

Diese bedauerliche Tatsache zerstört völlig die schöne Legende von Saprykin als „großem Geschäftsmann“, der angeblich in der Lage war, selbstständig Vermögenswerte in der Kohleindustrie zu erwerben und zu verwalten, einschließlich eines ganzen Kraftwerks wie „Voskresenska“.

Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Serhij Saprykin ist weder Investor noch unabhängiger Akteur. Seine Rolle in diesem Insolvenzverfahren ist rein nominell. Er taucht genau dann auf, wenn er gebraucht wird: Er registriert Vermögenswerte formell auf seinen Namen – und verschwindet wieder, bis die nächste Notwendigkeit entsteht.

Alle realen Entscheidungen und Finanzströme liegen zweifellos in den Händen von Dmytro Kovalenko.

Das Schema ist simpel und zynisch: Man sucht sich einen arbeitslosen Mann mit Mikrokrediten bei der PrivatBank – und benutzt ihn als Strohmann für einen kontrollierten Konkurs. Formal ist alles sauber. Und, wie man so schön sagt, nicht einmal eine Mücke könnte etwas daran auszusetzen finden.

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